Manuelle Lymphdrainage Aachen


Manuelle Lymphdrainage MLD
KPE Komplexe Phyikalische Entstauungstherapie

Geschichte, Vorteile, Nachteile und Anwendungsbereiche. Indikation und Kontraindikationen. Warum ist sie so wichtig?

 

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der medizinischen Massage, durch die angestaute Flüssigkeit im Gewebe (Lymphe) abtransportiert wird. Die Behandlung wird bei traumatischen Verletzungen, operationsbedingten oder durch Fehlbildung des Lymphsystems verursachten Schwellungen angewendet.

Sie wurde erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Alexander von Winiwarter und Johann von Esmarch eingesetzt.

Aufbauend auf den überlieferten Erkenntnissen entwickelt Emil Vodder, ein dänischer Philologe und Physiotherapeut, zusammen mit seiner Frau Estrid Vodder, 1930 eine genaue Technik um Flüssigkeitsansammlungen im menschlichen Gewebe zu verschieben und schließlich zu reduzieren:
MLD nach Dr.Vodder.

Chronologie der MLD

  • 1967 wurde der Grundstein zur Einführung der Technik in das Schulsystem gelegt. Gründungsmitglieder der Gesellschaft für manuelle Lymphdrainage waren Emil Vodder, Johannes Asdonk und Günther Wittlinger.
  • 1969 gründet Asdonk die erste Schule zur Ausbildung von Physiotherapeuten in Essen.
  • 1972 gründet er die erste lymphologische Fachklinik der Welt im Schwarzwald.
  • 1974 wird diese Technik in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen und seither von den Kassen übernommen.

Was ist Manuelle Lymphdrainage und wo kann sie angewendet werden?

Sie ist eine Form der physikalischen Therapie und Bestandteil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) innerhalb der Lymphtherapie. Sie dient vor allem als Ödem und Entstauungstherapie entsprechender Körperregionen.

Häufig wird die KPE nach Traumata, Operationen und nach Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung angewendet. Die Vorteile dieser Technik bzw. deren Wirkung liegen unbestritten im Bereich der Schmerzlinderung, Gewebeschutz und Verbesserung der Funktionalität.

Bei der KPE wird zwischen absoluten und relativen Kontraindikationen unterschieden.
Im Bereich der absoluten Kontraindikationen beispielsweise bösartige unbehandelte Tumore, dekompensierte Herzinsuffizienz usw. findet die KPE keine Anwendung.

Im Bereich der relativen Kontraindikationen, wie beispielsweise abgelaufene Thrombosen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, kann die KPE in angepasster/abgewandelter Form angewendet werden.

Manuelle Lymphdrainage in Aachen bei der Physiotherapie Apfelbacher

Manuelle Lymphdrainage

Warum ist die KPE-MLD so wichtig?

Ein dauerhaftes manifestes Ödem schädigt die Zellmembran derart, dass die Schädigungen oft irreversibel enden und dies zu weiteren sog. Sekundärkomplikationen, Folgeerkrankungen, führt.
Aus diesen Erkenntnissen resultierend ist eine kontinuierlich angepasste Therapie aus medizinischer sowie wirtschaftlicher Sicht, bezogen auf Folgeerkrankungen zwingend notwendig.

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